| KÜNSTLERVEREIN WALKMÜHLE Ausstellung »URBS ANIMALIS Die Stadt als Lebensraum von Tier und Mensch« Exhibition URBS ANIMALIS The City as a Habitat for Animals and Humans > Ausstellungs-Webseite / Exhibition website Künstlerinformation / Artist information (translation below) |
| Zohar Fraiman www.zoharfraiman.com www.instagram.com/zoharfraiman |
| »Me Ow«, 2023 Öl auf Leinwand, 70 x 60 cm. Foto: Anna Wasilewski. Me Ow, 2024 Oil on canvas, 70 x 60 cm. Photo: Anna Wasilewski. |
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| In ihren Arbeiten setzt sich die Künstlerin Zohar Fraiman mit Themen wie Identität, Geschlechterstereotypen und dem Leben im digitalen Zeitalter auseinander, insbesondere mit dem allgegenwärtigen Einfluss der sozialen Medien auf das heutige Leben. Ihre verspielten, farbenfrohen und vielschichtigen Bildwelten hinterfragen neue Rollenbilder, inwiefern unser Agieren auf Social-Media-Plattformen unsere Persönlichkeit beeinflusst oder auch identitätsbildend wirkt. Fraiman nimmt die exzessive Praxis der Selbstdarstellung unter die Lupe und erkundet, wie das Swipen und Nachbearbeiten auf dem Handy uns in Anspruch nimmt. Durch geschickte Anspielungen auf Popkultur, ikonische Cartoon-Figuren und durch kunstgeschichtliche Verweise erzeugt die Künstlerin ein raffiniertes Wechselspiel zwischen Illusion und Realität und verwischt die Grenzen zwischen digitaler und analoger Welt. Sie erschafft situative Szenen mit mehrköpfigen und mehrarmigen Figuren, die verzerrt erscheinen, als ob die Kamera eine Fehlfunktion hätte. Diese gespaltenen Persönlichkeiten - eine Mischung aus TV-Show Größen, Instagram-Stars oder berühmten Sängerinnen sowie weiblichen Cartoon-Helden und Ikonen der Kunstgeschichte - sind von aktuellen Medientrends geprägt und fügen sich gut in die Bildwelten digitaler Plattformen wie Instagram, TikTok oder Tinder ein. Die skurrilen Szenen legen nahe, wie die sozialen Netzwerke die Menschen überfordern, indem sie in verschiedene Rollen schlüpfen, sich neue Identitäten schaffen und sich bis zur Perfektion retuschieren. Gleichzeitig verweisen die Überblendungen von Köpfen und Körpern auf die Bewegungen und schnellen Veränderungen von Inhalten beim Swipen mit dem Handy. Hinter der ansprechenden Oberfläche der Bilder, die eine knallige und bonbonartige Farbgebung sowie einen feinen Sinn für Humor aufweisen, verbirgt sich ein komplexes Narrativ, das zeitgenössische Darstellungsformen jenseits von Geschlechterstereotypen beleuchtet, moderne Konventionen hinterfragt und die Grenzen der zeitgenössischen Kunst auf einzigartige Weise neu definiert. |
| In her works Zohar Fraiman engages with themes such as identity, gender stereotypes and life in the digital age, especially the omnipresent influence of social media on contemporary life. Her playful, colourful and multilayered visual worlds question new role models, how our interaction on social media platforms influences our personality and impacts the forming of our identity. Fraiman takes a closer look at the excessive practice of self-presentation and explores how swiping and editing with the smartphone has taken over our lives. Through clever references to pop culture, iconic cartoon figures and art history the artist generates intricate interactions between illusion and reality, blurring the boundaries between the digital and the analogue world. She creates situational scenes with multi headed and multi armed figures, or rather some kind of glitched protagonists, as if the camera had malfunctioned. These split personalities a blend of idealised actors of TV shows, Instagram stars or famous singers with female cartoon heroes and icons of art history are shaped by current media trends and integrate well into the visual worlds of digital platforms like Instagram, Tik-Tok or Tinder. The bizarre scenes depicted lay open the overextending demands of social networks - where people take on different roles, create new identities and delve into retouching to reach perfection. At the same time the blending and fading of heads and bodies hint at the movements and fast changes of content when swiping with a mobile phone. Behind the paintings appealing surface displaying a loud and candy-like colour scheme as well as a refined sense of humour we find a complex narrative that highlights issues of contemporary forms of representation beyond gender stereotypes. The artist challenges modern conventions, reassessing the boundaries of contemporary art in her unique way. |
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| »Epic Pic«, 2022 Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm. Foto: Anna Wasilewski. Epic Pic, 2022 Oil on canvas, 60 x 50 cm. Photo: Anna Wasilewski. |
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